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Solo -
Biwakflug mit dem Gleitschirm entlang des
Karpatenbogens Sommer 2004 oder später…..
Die Alpen sind ein
übererschlossenes Gebiet und werden von vielen tausenden
Fliegern mit Gleitschirm, Drachen, Segler und was allem noch
bereist. Kaum ein Tal, wohin nicht eine Strasse führt, ein Haus
steht oder eine Piste und ein Pfad Mountainbiker, Wanderer und
Bergsteiger zu ihren Hütten und Bergen führt.
All das ist schön,
überschaubar und organisiert. Gezähmte Wildheit. Strukturierte
Freizeit.
Mein wildes Herz sucht
das Abenteuer aus Lust am Leben. Habe ich vor zehn Jahren die
Alpen auf unbekanntem Kurs biwakfliegend zu kreuzen versucht und
seitdem immer wieder in zahllose Richtungen bereist, ist es
jetzt Neuland, welches ich suche.
Vorstoss ins
Unbekannte. Eine Dimension weitergehen. Der Kurs - noch niemals
beflogen!
Die Infrastruktur -
welche? Die Strassen, Wiesen, Dörfer und Menschen - beschränkt
auf ein primitives Minimum. Entlang der ungezähmten Karpaten
Transsilvaniens gibt es keinen Dracula über wilden, finsteren
Klammen und elenden Dörfern, aber ein grosses, grenzenloses
Abenteuer noch zu erleben.
Weit entfernt ragen die
rauhen Bergkämme über endlosen Waldschluchten in einsame Höhen,
die ausser Hirten selten Besuch erhalten. Alles ist so geblieben
in vielen Winkeln, wie es kaum authentischer beschreibbar ist,
in einem klein gewordenen, modernen Europa.
Die Meriodionalen
Karpaten und die anschliessenden nördlichen Waldkarpaten bilden
einen Bogen um Siebenbürgen, welcher von der Donau im Südwesten
über achthundert Kilometer bis an die Grenze zur Ukraine im
Nordosten heranreicht. Endlose Grate, Schluchten und Höhen,
zwischen welchen wir noch Bären und Wölfe finden.
Die Herausforderung:
Biwakierend allein
diesen Kämmen folgend - ist das grösste Gleitschirmabenteuer der
alten Welt.
Aufbruch ins Unbekannte
- gegen alle Zweifel. Es bleibt nur der Instinkt des Piloten und
die möglichst optimierte Ausrüstung. Ich habe mich wegen der
Dimension der Aufgabe auf die bestmögliche Jahreszeit
konzentriert und auf Sponsoren verzichtet. Was hätte ich Ihnen
zu antworten, wenn ich stecken bleibe? Ich will keinen Zwang;
alles ist möglich.
Morgen wird es immer
weitergehen, denn es gibt immer ein Morgen.
Reise an den Horizont:
Jetzt bin ich wirklich frei!
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